Warum Hochleistungsteams wichtig sind.

Teamarbeit, so konfliktbeladen sie auch manchmal sein kann, hat ihre Anziehungskraft, ähnlich wie die Partnerschaft oder Ehe, in "Urbedürfnissen" des Menschen: Das Team bietet Sicherheit und beschützt. Das Team bietet Kommunikation und Austausch mit vertrauten Menschen. Das Team bietet Freiräume, ohne dass man verloren gehen kann. Das Team hilft durch die Stärke der Gemeinschaft, wenn Einzelne Probleme haben. Das Team inspiriert und gibt Denkanstöße.

Das Team lässt zu, dass man sich aneinander reiben kann. usw. usw.



Die Vorteile für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Hochleistungsteams:

Erfolgreiche Teams sind die Sprungbretter für berufliche Karrieren schlechthin (und nicht die Leistungen von Einzelkämpfern, wie manche glauben machen wollen).

Mitglieder erfolgreicher Teams verdienen nachweislich mehr Geld als Mitglieder durchschnittlicher oder gar erfolgloser Teams.

Mitglieder von Hochleistungsteams "sonnen" sich in der Aura oder dem Ruf des Teams: Sie wissen, dass sie es sind, die zu den Machern gehören, die man bewundert und denen man neidvolle Blicke zukommen lässt.

Teammitglieder von Spitzen- oder Hochleistungsteams haben weniger Stress, sind gesünder, sind weniger krank und rundum zufriedener.

Mitglieder von Teams, die in Gesamtheit hohe Leistungen erbringen, sind im privaten Bereich entspannter, ausgeglichener und gelassener.

Doch neben den "menschlichen" Aspekten dürfen die wirtschaftlichen und ökonomischen nicht vergessen werden. Nicht nur die einzelnen Teammitglieder profitieren von einem leistungsstarken Team, auch das Unternehmen.

Wie wird ein Team zu einem Hochleistungsteam?

Der Weg dahin ist nicht immer einfach und kommt nicht von allein. Manchmal sind es kleinere und größere Probleme, die eine Arbeitsgruppe oder ein Team hindern, überhaupt darüber nachzudenken, ob sich die Verbesserung lohnt. Der berufliche Alltag mit den vielfältigen Problemen oder der allgemeine Arbeits- und Leistungsdruck versperren häufig den Weg zum Hochleistungsteam.

Welche Gründe es auch immer sein mögen, die heute noch den (größeren) Erfolg be- oder verhindern, an der stetigen Verbesserung der Teamleistung kommt kein Unternehmen und kein Team mehr vorbei, wenn es nicht seine Position oder gar Arbeitsplätze einzelner Mitglieder gefährden will.

Produkte, Herstellungsverfahren, Märkte, Kundenbedürfnisse sind globalisiert und stehen weltweit in direktem Wettbewerb. Damit sind sie so komplex geworden, dass nur noch die Zusammenarbeit vieler fachkompetenter Menschen zu den gewünschten Ergebnissen und Erfolgen führen kann. Einzelne überblicken nur noch einen Bruchteil des notwendigen Wissens.

Um ein Produkt oder eine Dienstleistung erfolgreich werden zu lassen, müssen zuerst die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden richtig erfasst, dann den einzelnen Abteilungen und Teams entlang der Wertschöpfungskette des Unternehmens mitgeteilt werden.

Es ginge auch ohne Teamarbeit, aber...

Entwicklung, Produktion, Materialwirtschaft und Logistik müssen oft Hunderte oder Tausende von einzelnen Arbeitsgängen richtig zusammenfügen, bis der Kunde dann das gewünschte Produkt oder die Dienstleistung erhält. Der Weg führt nur über exzellente Zusammenarbeit aller Beteiligten. Und die arbeiten in Teams, deren Qualität der Zusammenarbeit die Qualität der geschaffenen Produkte und Dienstleistungen bestimmt.

Alle großen Unternehmen in Deutschland haben das erkannt und zur Verbesserung der Teamarbeit Qualitymanagement, Infonetzwerke, Qualitätsverbesserungsprämien, Projektteams, Taskforces oder autonome Fertigungsteams und vieles mehr eingerichtet.

Die Gründe dafür liegen in den Synergie-Effekten der Hochleistungsteams, denn das Ganze ist mehr als die Summe der einzelnen Teile.
  • Komplexe Informationen werden besser verarbeitet.
  • Der Einzelne hat eine größere Verpflichtung gegenüber seinen Teamkollegen, aber auch mehr Freude an der gemeinsamen Arbeit.
  • Die Verantwortlichkeit, die dem Team übertragen wird, ist größer.
  • Der Informationsfluss wird schneller.
  • Die Motivation, die die Teamarbeit mit sich bringt, wird höher.
Die Synergieeffekte von Hochleistungs- oder Spitzenteams wurden zuerst in Japan konsequent genutzt. Das drückt sich in dem folgenden Zitat aus: "Ein europäischer Ingenieur ist besser als ein japanischer, aber ein Team japanischer Ingenieure ist viel besser als ein europäisches." (DIHT-Studie, 1993).

Fazit: Hochleistungsteams sichern Arbeitsplätze und garantieren, die Unternehmensziele zu erreichen und sind Garant für zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Stress am Arbeitsplatz.

-HLT erfasst die Potenziale von Teams in neun großen Bereichen, mit mehr als 50 Unterfaktoren:

Effizienz:
  • Leistungen
  • Atmosphäre
  • Kooperation
  • Qualität/Zuverlässigkeit
  • Kundenorientierung
  • Informationsverhalten
  • Flexibilität

Motivation:
  • Zufriedenheit
  • Erfolgsmöglichkeiten
  • Freiheiten
  • Identifikation
  • Unterstützung gegenseitig
  • Image/Identität
  • Anerkennung und Akzeptanz
  • Vertrauen
  • Atmosphäre
  • Unterstützung durch Teamleiter
  • Ziele

Organisation:
  • Koordination
  • Klarheiten (Vorgehensweise)
  • Qualität der Entscheidungen
  • Fachkompetenz
  • Verantwortlichkeiten
  • Kontrolle
  • Qualitätsverbesserungen

Kooperation:
  • Gegenseitiges Verständnis
  • Gemeinsamkeiten
  • Einbindung in die Zielformulierungen
  • Zielklarheit
  • Problemlösungen
  • Disziplin
  • Konfliktlösung
  • Kommunikation

Unternehmenskultur:
  • Anerkennung
  • gerechte Bezahlung
  • Sicherheit
  • Karrieremöglichkeiten
  • Image
  • Strategien

Umfeld:
  • Allgem. Entwicklung Branche
  • Freiheit
  • Stress
  • Erfolgsaussichten
  • Beziehungen zu wichtigen Personen
  • Ressourcen (Geld, Geräte)
  • Klarheit bei Entscheidungen
  • Infoverhalten
  • Arbeitsbedingung des Teams

Interessengegensätze:
  • Entscheidungsbefugnisse
  • Rivalitäten
  • Finanzmittel des Teams
  • Aufgabenverteilung
  • Verantwortlichkeiten

Teamleiter:(Soziale Kompetenz)
  • Motivation durch Teamleiter
  • Zielsetzungen - Beziehungen zu Mitarbeitern
  • Beziehungen (zu Entscheidern und Meinungsbildnern)
  • Vorbildfunktion (Arbeitsqualität und Fachkompetenz)
  • Standfestigkeit
  • Kritikstabilität

Teamleitung: (Führungstechnik)
  • Problemlösungen
  • Atmosphäre
  • GerechtigkeitInformation
  • Perspektiven
  • Arbeitsplatzbedingungen
  • Organisation
  • Konfliktverhalten
  • Akzeptanz durch Teammitglieder
  • Entscheidungsfähigkeit


 
 

 
 
Dr. Hans-Peter Monreal
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