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Betriebsklima, was ist das eigentlich?
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Führungskräfte aber auch Trainer und Unternehmensberater reden häufig vom Betriebsklima und meinen damit die allgemeine Stimmungslage im Unternehmen. Zum Betriebsklima kann jeder was sagen und eine Bewertung abgeben. Die Pauschalurteile reichen von exzellent bis katastrophal, als wenn man über das leidige Thema Wetter spricht. Während die Einen unter den anhaltenden Sonnentagen stöhnen, können die Anderen nicht genug davon haben. Ähnlich ist es bei Regentagen: Viele ärgern sich darüber, während andere die Abkühlung genießen. Einig sind sich erst dann alle, wenn das Wetter lange Zeit extrem zu heiß, zu kalt, zu nass oder zu trocken ist. Fazit: Für die meisten Menschen ist Betriebsklima lediglich die allgemeine Wetterlage. Wir verstehen unter Betriebsklima jedoch etwas anderes. Unsere "Das Betriebsklima ist immer dann besonders gut, wenn a l l e dauerhaft Erfolge nachweisen können. Die Erfolgsbedingungen dazu entstehen durch Führungskräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." Höherer Erfolg ist mit höherer Wertschöpfung gleichzusetzen. Höhere Wertschöpfung entsteht durch bessere Kommunikation, Kooperation, Kun-denorientierung, Innovation, Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern, reibungslose organisatorische Abläufe (Organisation), Effizienz, Prozesse und Qualifikation der Führungskräfte. Somit hängt eine höhere Wertschöpfung, also höherer Erfolg, einzig und allein von Menschen (und nicht von Maschinen!!!) ab und lässt sich nur dann erreichen, wenn alle Bereiche des Betriebes, alle Abteilungen, alle Teams und alle Arbeitsgruppen optimal zusammenarbeiten und jeder Mitarbeiter (als Teil des Ganzen) einbezogen ist. Schon ein Mensch alleine kommt mit sich selbst gelegentlich in Konflikte. Zwei Menschen in einer engen Beziehung (genannt "Ehe") haben eine hohe Wahrscheinlichkeit des totalen Scheiterns, wie die Statistik beweist. Und das, obwohl die Kosten für einen psychischen wie auch materiellen Ausstieg aus dieser Art von Gemeinschaft mehr oder weniger klaglos in Kauf genommen werden. Auch im Unternehmen erlebt man häufig, dass funktionierende Zusammenarbeit sich nicht unbedingt von selbst einstellt und Unternehmen scheitern oder erhebliche Wertschöpfungsverluste in Kauf nehmen müssen. Dann hilft die Suche nach einzelnen Schuldigen nicht, denn Wertschöpfungsverluste sind nicht einfach bestimmten Abteilungen oder gar einzel-nen Mitarbeitern zuzuschreiben. Wenn es um Wertschöpfung geht, kommt eher das Prinzip der "Multiplika-tion der kleinen Fehler" zum Tragen. Ein Mitarbeiter macht einen kleinen Fehler, ein zweiter und dritter ebenfalls. Dann funktioniert plötzlich ein Team nicht mehr so wie es sollte. Wenn das in meheren Abteilungen pas-siert, ist die Kettenreaktion in Gang gekommen... Jeder Einzelfehler für sich wäre zu vernachlässigen, aber die Kombination der vielen Fehler ergibt die Probleme. Es belastet den gesamten Betrieb und nicht nur die "im Kleinen" Beteiligten. Die Folge: Ursachen werden gesucht, Verantwortliche werden gesucht. Aber: Jeder "Schuldige" wehrt sich zu recht, weil sein kleiner Fehler eben viel zu klein war, um das Problem hervorgerufen zu haben. In der Praxis (also in der Gesamtheit des Betriebes), eskalieren die kleinen Fehler und es entstehen in der Zusammenarbeit zwischen Abteilungen und Bereichen Konflikte. ![]() Fazit: Höhere Wertschöpfung, also mehr Erfolg, setzt einen reibungslos funktionierenden Betrieb voraus. So wenig wie private Beziehung (Partnerschaf-ten oder Ehen) ein starres Gebilde sind, so wenig sind Unternehmen eine Gemeinschaft von Mitarbeitern, die einmal geschaffen wurden und von da an weiterblühen und gedeihen. Deshalb macht
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